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Bei langjährig schlechter Blutzuckereinstellung drohen Komplikationen an Gefäßen und Nerven. Es kann zur Schädigungen besonders an Augen, Nieren, am Nervensystem, Herz und Gefäßen kommen. Die Schädigungen an Nerven und Beingefäßen zusammen-
genommen führen dann zum diabetischen Fußsyndrom.
Augen: führt zu Gefäßneubildung, Blutungen in der Netzhaut (Retinopathie). Kontrolle durch den Augenarzt jährlich bei unauffälligem Ergebnis, in engeren Abständen bei krankhaften Befunden.
Bei Vorliegen einer Retinopathie: Blutzucker im Normbereich / Blutdruck im Normbereich / kein Nikotin!
Nieren: Eiweißausscheidung (Albumin) im Urin, jährliche Kontrolle im Speziallabor, bei vermehrter Eiweißausscheidung: Kontrollen jedes Quartal. Wenn bei Ihnen erhöhte Eiweißausscheidung festgestellt wurde, kann man das Fortschreiten verhindern und teils auch eine Verbesserung erzielen, wenn Sie folgende Ziele erreichen:
Blutzucker im Normbereich, Blutdruck im Normbereich, kein Nikotin! (Evtl. Gabe von spezif. Medikamenten)
Nerven: Peripheres Nervensystem (Hände u. Füße)
Symptome: Kribbeln, Ameisenlaufen, Taubheitsgefühl, Vermindertes Kalt-/Warmempfinden, Schmerzen
Autonomes Nervensystem (nicht willentlich beeinflussbar)
- Magen (verzögerte Magenentleerung)
- Darm (gestörte Darmtätigkeit)
- Harnblase (mangelnde Entleerung, häufige Infektionen)
- Herz (verminderte Wahrnehmung von Herzschmerzen, Herzklopfen, beschleunigter Puls)
- Geschlechtsorgane (Mangel bzw. Verlust von Lust an Sexualität, Orgasmusstörungen;
beim Mann: Einschränkung der Erektionsfähigkeit; bei der Frau: Schmerzen beim Geschlechtsverkehr)
Schädigung von Nerven an den Füßen führt zum diabetischen Fußsyndrom:
Menschen, die kein Gefühl mehr an den Füßen haben, können ihre Füße falsch oder zu lange belasten. Sind Sie nicht auch schon mal wo zu lange gestanden und haben dann festgestelllt: „Jetzt tun mir die Füße weh…“. Wenn Sie das noch merken, entlasten Sie Ihre Füße wenn die Nerven Ihnen das nicht mehr mitteilen, haben Sie zu lange das Gewicht an der falschenStelle und so kann es zu Wunden oder Fehlbelastungen mit Schäden am Fußskelett kommen.
Achten Sie also auf regelmäßige Kontrolle Ihrer Füße, schauen Sie sie selbst regelmäßig an oder bitten Sie Partner oder Freunde darum. Wenn Sie eine Wunde feststellen, die unbekannt lange besteht oder am dritten Tag nach Entdeckung nicht verheilt, zeigen Sie sie sofort Ihrem Arzt. Verlieren Sie keine Zeit: Alle 19 Minuten findet in Deutschland eine diabetesbedingte Amputation statt. So können Sie vermeiden, dazuzugehören.
- Herz (belastungsabhängige Beschwerden, z.B. Atemnot, Brennen, Engegefühl)
- Schmerzen am Arm / Schulterblätter / Kieferwinkel, (Besserung in Ruhe und durch Nitro-Spray)
- Halsgefäße (Schlaganfall)
- Hauptschlagader, Beingefäße (belastungsabhängige Beschwerden, z.B. Schmerzen in der Muskulatur, Schaufensterkrankheit)
Bei Auftreten o.g. Beschwerden sofortige Vorstellung beim Arzt: Im Vergleich zur nichtdiabetischen Bevölkerung ist das Risiko bei Menschen mit Diabetes mellitus für Herzinfarkt und Schlaganfall 4,2 fach, das Risiko für Amputationen 20-fach erhöht!
Eine ausführliche Information erhalten Sie im Rahmen einer Schulung.